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In kleinen Schritten zurück ins Leben

Emilias komplexe Rehabilitation nach schwerem Autounfall



Emilia kam im August 2020, nach langem stationären Aufenthalt und zahlreichen OPs im Krankenhaus als BG Patientin zu uns um ihre ambulante Rehabilitation zu starten.


Bei einem Frontalzusammenstoß im Auto erlitt sie schwerwiegende Verletzungen, unter anderem Frakturen der Halswirbelsäule, des Oberschenkels, des Ellbogens, der Sprunggelenke, im Bereich des Gesichtes und eine komplexe, offene Tibiakopffraktur im Bereich des rechten Knies.


In zahlreichen OPs wurde Haut transplantiert, Wirbelkörper fixiert und Gelenke rekonstruiert. Bei der Erstanamnese in unserem Haus konnte Emilia weder ihr rechtes Knie beugen, noch den Kopf rotieren oder neigen, nahezu jede Bewegung war schmerzhaft. Die Beugung des Knies war nach einer dreimonatigen Strecklagerung im Krankenhaus und durch eine komplexe Rekonstruktion bis auf 5° eingeschränkt und das Knie durch mehrere Eingriffe stark deformiert. Das Gehen nur an Stützen möglich.


Es begann eine Rehabilitation des kompletten Bewegungsapparates, immer wieder unterbrochen durch OPs und stationäre Krankenhausaufenthalte in denen Metall entfernt, Haut transplantiert und neurochirurgisch eingegriffen wurde.


Die ersten Schritte mit noch deutlich deformiertem Knie nach Hauttransplantat und eingeschränkter Beweglichkeit in Knie Extension und Flexion.



Bei einem derart komplexen und vielschichtigen Trauma ist die Kommunikation und die Abstimmung der unterschiedlichen Therapieansätze und -Impulse ein zentraler Faktor. In wöchentlichen Therapiebesprechungen wurde Emilias aktueller Stand diskutiert und klare Ziele für Therapie und Training formuliert.


Stimmt die Kommunikation zwischen den einzelnen Fachgebieten fühlt sich die Patientin nicht nur gesehen und gehört, sondern hat ein klares Ziel vor Augen und wird zentraler Akteur im Rehaprozess.

Für Emilia, die zu Beginn ihrer Reha, nicht einschätzen konnte ob sie in ihren Beruf als Lehrerin noch einmal zurückkehren könnte, war das festlegen und kommunizieren von Teilzielen sehr wichtig.


Die erste schmerzfreie Nacht, das Absetzen der Schmerzmittel, die ersten 5m ohne Gehstützen, ein einfacher Schulterblick, das Anziehen eines Pullovers ohne Einschränkung, Treppensteigen, Auto fahren...die Liste ist lang.


Über viele Monate war Emilia täglich, 5 Tage pro Woche, 3 Stunden täglich zu Therapie und Training bei uns. Ihre positive Art, ein unbändiger Lebenswille und das in uns gesetzte Vertrauen waren wichtige Pfeiler im Therapiekonzept ohne die unsere Arbeit nicht so erfolgreich hätte sein können.



Deutlich zu sehen die Verbesserung der HWS Beweglichkeit von März bis Juli 2021




Isokinetische Kraftdiagnostik: Deutlich zu sehen das starke Kraft & RoM Defizit in Extension und Flexion



3 Jahre nach diesem schweren Unfall ist Emilia zurück im Leben und im Beruf. Mittlerweile ist die Behandlung bei uns erfolgreich abgeschlossen und sie trainiert im Rahmen des Medical Prevention Trainings weiterhin an unserem Standort Campus Medivicus in Landau.


Wir bedanken uns bei Dir Emilia für das in uns gesetzte Vertrauen und sind, auch nach so vielen Jahren im medizinischen Bereich immer wieder fasziniert und inspiriert wozu der menschliche Körper im Stande ist wenn die Rahmenbedingungen stimmen und im Team gearbeitet wird.


Comeback geglückt!



Emilia beim Medical Prevention Training am Campus Medivicus in Landau


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